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Hospiz- und Palliativeinrichtungen: Aufbau, Struktur und Organisation

In Rheinland- Pfalz gibt es verschiedene Organisationsformen von Hospiz- und Palliativeinrichtungen: ambulante Hospizdienste, ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste, ambulante Kinder- und Jugendhospize, SAPV – Stützpunkte oder -Teams ( SAPV= spezialisierte ambulante Palliativversorgung), stationäre Hospize (für Erwachsene und Kinder/Jugendliche) und Palliativstationen. Sie haben ein unterschiedliches Angebot bzw. unterschiedliche Aufgaben

Ambulanter Hospizdienst (AHD)

Ambulante Hospizdienste sind rein ehrenamtlich tätige Einrichtungen. Sie verfügen über mindestens 15 speziell vorbereitete ehrenamtliche Mitarbeiter.  Ihr Angebot liegt im Bereich der psycho-soziale Begleitung in der Häuslichkeit und/oder in Einrichtungen der Altenhilfe und der Behindertenhilfe.

Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste (AHPB)

Der ambulante Hospiz-  und Palliativberatungsdienst bietet zusätzlich zum Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter die Begleitung der Patienten durch hauptamtlich angestellte Pflegefachkräfte, die eine spezielle Weiterbildung absolviert haben (Palliative Care). Sie ergänzen das ehrenamtliche Angebot durch palliative Fachkompetenz. Sie beraten Patienten und ihre Angehörigen und arbeiten in enger Vernetzung mit Hausärzten und ambulanten Pflegediensten.
Zu den AHPBs gehören auch die ambulanten Kinderhospize, die Familien begleiten mit lebensbegrenzt erkrankten Kindern und Jugendlichen.

Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist dann notwendig, wenn Hausärzte, ambulante Pflegedienste und ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste in enger Vernetzung die Versorgung zu Hause (und in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe) aufgrund eines erhöhten palliativpflegerischen und palliativmedizinischen Bedarfes nicht sicherstellen können.

SAPV- Teams müssen bestimmte gesetzlich vorgegebene Voraussetzungen erfüllen und schließen mit den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag. SAPV-Teams sind multiprofessionell aufgestellt. Sie verfügen über eine ausreichende Anzahl an Palliativpflegefachkräfte und  Palliativmediziner. Sie arbeiten in enger Vernetzung mit Hausärzten, ambulanten Pflegediensten und ambulanten Hospizen und müssen eine 24 Stunden Ruf- und Kriseninterventionsbereitschaft vorhalten.

Das stationäre Hospiz

Im stationären Hospiz können schwerstkranke und sterbende Menschen, die ambulant zu Hause nicht versorgt werden können und bei denen palliativpflegerisch und palliativmedizinisch notwendige Maßnahmen  sowie psychosoziale Probleme eine ambulante Versorgung nicht erlauben, aufgenommen werden. Im stationären Hospiz arbeiten Palliativpflegefachkräfte sowie Ehrenamtliche in der Betreuung/Begleitung der Patienten miteinander. Die ärztliche Versorgung geschieht über in der Regel über Hausärzte. Palliativmedizinische Kompetenz wird beratend zur Verfügung gestellt.

Palliativstationen

Palliativstationen sind Fachabteilungen im Krankenhaus. Sie nehmen unheilbar kranke  Patienten mit fortschreitender Erkrankung und Schmerzen oder anderen Symptomen auf, für deren Linderung oder Behebung eine Krankenhausbehandlung erforderlich ist. Dazu gehören u. a. die medikamentöse Einstellung bei Schmerzen oder eine apparative Diagnostik.